Neue Version von System 800xA verfügbar

2010-08-11 - Erweiterte Integrationsmöglichkeiten und Leistungssteigerungen für das seit sechs Jahren am Markt befindliche Leitsystem

Die neue, seit August verfügbare Version (V5.1) des Systems 800xA beinhaltet zahlreiche Weiterentwicklungen zur Verbesserung der allgemeinen System-Performance und Benutzerfreundlichkeit. Damit einher geht eine deutliche „Verschlankung“ der benötigten Hardware, eine weitere Steigerung der Bedienereffizienz und eine tiefere Integration mit intelligenten Geräten und elektrischen Systemen.

Zu den Highlights der aktuellen Version zählt eine weitere Steigerung der Bedienereffizienz z.B. durch fortschrittliche Alarm-Management-Funktionen, die eine bessere Implementierung von Alarm-Management-Strategien gewährleisten. Dazu kommen Alarm-Shelving- und Alarm-Analyse-Funktionen, die nicht nur in Ausnahmesituationen dem Bediener einen besseren Überblick über die Vielzahl von Alarmmeldungen und damit den Zustand der Anlage verschaffen.

Zu den Weiterentwicklungen im Engineering- und Änderungsmanagement gehören beispielsweise zwei neue Funktionen. Mit dem Task-Analysis-Tool testet der Bediener vor dem Download eine Applikation in den Controller, wie die Änderungen auf Basis der aktuellen Aufgaben ausgeführt werden wird. Der Differenz-Report protokolliert Änderungen in der Steuerungslogik und Graphiken.

Fast schon zu den Selbstverständlichkeiten eines neuen Release gehören natürlich auch Leistungsverbesserungen. Der neue Controller PM891 der AC 800M-Familie arbeitet mit einer dreifach höheren Taktfrequenz (450 MHz) und verfügt über einen viermal größeren Speicher. Durch moderne Virtualisierungtechnik reduziert sich mit der neuen Version 5.1 die Anzahl der benötigten PCs und bis zu 75 %, mit entsprechender Verringerung des Platzbedarfes und Energieverbrauchs.

Erweitert wurde zudem die Liste der Kommunikationsschnittstellen. So können jetzt auch PROFINET-, DeviceNet- und WirelessHART-Geräte integriert werden. Veränderungen in der FOUNDATION Fieldbus-Architektur haben die Anforderungen an die Infrastruktur für den High Speed Ethernet (HSE)-Netzwerk-Ansatz deutlich reduziert. Außerdem unterstützt System 800xA jetzt auch EDDL.

Um eine noch tiefere Integration von elektrischen Systemen in das Leitsystem zu ermöglichen, wurde die IEC 61850-Schnittstelle verbessert. Die Zahl der unterstützten intelligenten elektronischen Geräte (IED) pro Schnittstellen-Karte wurde erhöht und der Alarm - und Event-Support erweitert. Durch die Integration von Prozess- und Schaltanlagenautomatisierung auf einer gemeinsamen System 800xA-Plattform steigt die Leistung der elektro- und automatisierungstechnischen Systeme bei gleichzeitiger Verringerung der Wartungs-, Engineering -und Lebenszyklus-Kosten. Laut ARC-Berechnungen lassen sich durch die Integration dieser beiden, in der Regel separaten Infrastrukturen eine 20%-ige Reduktion der CAPEX (Investitionsaufwand) und OPEX (Betriebskosten) erreichen.

Seit der Einführung im Jahr 2004 wurde ABB‘s IndustriallT Extended Automation System 800xA weltweit mehr als 6.000-mal in zahlreiche Industriebereichen verkauft. Das System wurde von Anfang an als Integrationsplattform für alle relevanten Informationen einer Produktionsanlage konzipiert. Dadurch fördert es die Zusammenarbeit unterschiedlicher Gewerke, verbessert die Bedienereffizienz und bietet flexible Evolutionspfade durch die Integration unterschiedlicher Sub-Systeme.

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