Mannheim, 26. Januar 2010
Signalkabel und -kontakte von Maschinen und Fertigungsanlagen unterliegen einem starken Verschleiß. Dadurch sind sie sehr störanfällig. Ungeplante Produktionsunterbrechungen durch Kabelbruch und fehlerhafte Kontakte sind vorprogrammiert. Um das Risiko von Stillständen zu minimieren, hat ABB das Wireless Interface für Sensoren und Aktoren (WISA) entwickelt. WISA ersetzt in der E/A-Ebene von Maschinen und Fertigungsanlagen Signalkabel und -kontakte durch eine hochverfügbare Funktechnologie. Dazu werden Sensor-/Aktorverteiler dezentral in der Maschine installiert.
Im Unterschied zu konventionellen Modulen kommunizieren diese WISA-IP67-Verteiler über eine speziell für die Fertigungsautomation entwickelte Funktechnologie mit der Maschinensteuerung (SPS).
Die WISA-Basisstation ist die Schnittstelle zwischen der SPS und den dezentralen Funkmodulen: Über ein Antennenpaar hält sie die Funkverbindung zu den WISA-Modulen und ist per Feldbus-Interface mit der Maschinensteuerung verbunden. Dieses Konzept erleichtert für den Maschinenbau die Einbindung der Sensorik und Aktorik in die Automatisierung, verkürzt die Inbetriebnahmezeit und bietet hohe Flexibilität für Erweiterung und Umbau. Auch im Rahmen von kontinuierlichen Verbesserungsprozessen und als Retrofit-Massnahme wird die WISA-Technologie installiert.
Bisher konnte die WISA-Basisstation nur über einen Feldbus mit der Maschinensteuerung verbunden werden. Das schloss die Anwendung dieser Technologie bei älteren Steuerungen aus. WISA-Basisstationen sind ab sofort mit einer Mapping-Funktion ausgestattet: Damit lassen sich die Eingangssignale eines WISA-Moduls mithilfe der Basisstation direkt auf die Ausgänge eines zweiten übertragen und umgekehrt. So erfolgt die Retrofit-Massnahme: Ein WISA-Modul wird auf dem bewegten Maschinenteil (z. B. Robotergreifer) montiert, und die dort vorhandenen Ein-/Ausgangssignale werden aufgelegt. Ein zweites WISA-Modul setzt man auf den festen Maschinenteil und legt die SPS-seitigen Signale auf. Eine Basisstation, die lediglich mit 24 V DC zu versorgen ist, stellt über ihr Antennenpaar die Funkbrücke zwischen beiden Modulen her. Das Bündel schadhafter Signalkabel entfällt einfach.
Die Vorteile der neuen Mapping Funktion
- Zuverlässige Funktechnologie statt störanfälliger Signalkabel und –kontakte
- Verbesserte Maschinenverfügbarkeit
- Mapping-Funktion: ideal für ältere Maschinensteuerungen ohne Feldbus-Interface
- Schnelle Signalübertragung in Echtzeit
- Einfache Installation und Handhabung ohne spezielle Software
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