Starkes operatives Ergebnis, robustes Portfolio

Zürich, Schweiz, 18. Februar 2010 – ABB hat im Berichtsquartal trotz Restrukturierungskosten von rund USD 350 Mio. einen Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) von fast USD 800 Mio. erzielt. Im gesamten Geschäftsjahr 2009 lag die EBIT-Marge innerhalb des Zielkorridors von 11 bis 16 Prozent, was auf konsequente Kostensenkungen und eine effiziente Geschäftsabwicklung zurückzuführen ist.

Konsequente Kostensenkung hält EBIT-Marge 2009 im Zielkorridor - zweijähriges Kostensenkungsprogramm auf USD 3 Mrd. erhöht
  • Rückgang von Basisaufträgen verlangsamt sich gegenüber Q4 2008, Stabilisierung gegenüber Vorquartal
  • Konzerngewinn liegt im vierten Quartal trotz Restrukturierungskosten von rund USD 350 Mio. bei USD 540 Mio.
  • Cashflow aus Geschäftstätigkeit erreicht Rekordwert von USD 1,8 Mrd. im Berichtsquartal
  • Erhöhung der Dividende um 6 Prozent auf CHF 0,51 je Aktie vorgeschlagen
Zusammen mit einem Rekordwert beim Cashflow aus Geschäftstätigkeit und dem zweistelligen Auftragsplus in den Schwellenländern „ist dieses Ergebnis ein klarer Beleg für die Belastbarkeit des Geschäftsportfolios sowie die gute regionale Aufstellung von ABB, und es macht deutlich, dass wir auch in einem schwierigen Umfeld operativ erfolgreich wirtschaften“, erklärt Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB.

Der Auftragseingang ging auf USD 7,5 Mrd. zurück, was einer Verringerung um 5 Prozent in Lokalwährungen entspricht. Hier stand dem anhaltenden Wachstum in den Bereichen Energieinfrastruktur und Industrieausrüstung in den Schwellenländern die rückläufige Nachfrage in den entwickelten Märkten entgegen. Der Auftragseingang stabilisierte sich gegenüber dem dritten Quartal 2009.

Der Umsatz lag bei USD 8,8 Mrd. und damit in Lokalwährungen 12 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Dennoch wurde mit diesem Wert der bisher zweithöchste Quartalsumsatz erzielt. Die Kosteneinsparungen beliefen sich im Berichtsquartal auf über USD 500 Mio.

Der Konzerngewinn lag bei USD 540 Mio., und der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erreichte die Rekordmarke von USD 1,8 Mrd. Ursache hierfür sind in erster Linie geringere Lagerbestände und ein verbessertes Management von Kundenzahlungen.

„Mit raschem und entschlossenem Handeln haben wir 2009 inmitten der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten ein Ergebnis erzielt, mit dem wir im Hinblick auf die Rentabilität weiter voll auf Zielkurs liegen“, sagt CEO Joe Hogan. „Wir sind heute in einer stärkeren Position als vor einem Jahr und sind gut präpariert für künftiges Wachstum, sobald sich die Konjunktur erholt.“

„Es stimmt uns zuversichtlich, dass sich der Auftragsrückgang im vierten Quartal im Jahresvergleich abgeschwächt hat und dass die Basisaufträge gegenüber dem Vorquartal leicht angestiegen sind“, so Hogan. „Wir werden unser Wachstum in den Schwellenländern weiter stark vorantreiben und die Chancen nutzen, die sich uns durch die Steigerung der industriellen Produktivität, die Senkung des Energieverbrauchs und die Bekämpfung des Klimawandels weltweit bieten. Gleichzeitig werden wir die Kosten weiter optimieren. Wir haben das Einsparungsziel daher auf USD 3 Mrd. erhöht, um sicherzustellen, dass wir unsere Rentabilitätsziele erfüllen.“



Zusammengefasstes Ergebnis des vierten Quartals 2009

Auftragseingang und Umsatz

Der Auftragseingang ging im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 5 Prozent zurück (Anstieg um 4 Prozent in US-Dollar). Die anhaltend schwache Nachfrage in den meisten Industriemärkten wurde durch Investitionen in Energieübertragungssysteme und Ausrüstung nicht ganz ausgeglichen. Der Auftragseingang wurde durch einen Anstieg bei Grossaufträgen (über USD 15 Mio.) um 61 Prozent auf USD 1,4 Mrd. gestützt (Zuwachs von 79 Prozent in US-Dollar). Die Grossaufträge machten somit 19 Prozent des gesamten Auftragseingangs aus, gegenüber 11 Prozent in der Vorjahresperiode. Die Basisaufträge (unter USD 15 Mio.) gaben im Berichtsquartal 13 Prozent nach (Rückgang von 5 Prozent in US-Dollar), nachdem sie in den beiden vorherigen Quartalen jeweils um über 20 Prozent gesunken waren. Verglichen mit dem dritten Quartal 2009 erhöhten sich die Basisaufträge in Lokalwährungen um 2 Prozent, in US-Dollar um 5 Prozent.

Regional betrachtet stieg der Auftragseingang in Lokalwährungen gegenüber der Vorjahresperiode in Asien sowie dem Nahen Osten und Afrika an, da in den Schwellenländern weiter in den Ausbau von Stromnetzen investiert wird. Auch die Nachfrage nach Industrieprodukten zog in beiden Regionen an. In Europa und Amerika führte die anhaltend schwache Nachfrage in den meisten Absatzmärkten des Unternehmens zu rückläufigen Aufträgen im Energie- und Automationsgeschäft. Die Aufträge aus den Schwellenländern erreichten einen Anteil von 51 Prozent am gesamten Auftragseingang und legten im vierten Quartal 15 Prozent zu, während die Aufträge aus den entwickelten Märkten um fast 20 Prozent zurückgingen.

Der Umsatz verringerte sich, da rückläufige Umsätze in den eher kurz-zyklischen Geschäftsbereichen der Abwicklung von Projekten aus dem Auftragsbestand entgegenstanden, was die allgemein schwächere Wirtschaftslage in den letzten Quartalen widerspiegelt. Der Umsatz im Servicegeschäft lag 2 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal (Zuwachs von 7 Prozent in US-Dollar).

Der Auftragsbestand belief sich Ende Dezember 2009 auf USD 24,8 Mrd. Damit ergab sich ein Rückgang um 1 Prozent gegenüber Ende 2008 (Zuwachs von 4 Prozent in US-Dollar) und von 5 Prozent in Lokalwährungen und US-Dollar gegenüber dem Vorquartal.

Ertrag vor Zinsen und Steuern

EBIT und EBIT-Marge legten verglichen mit dem vierten Quartal 2008 zu. Der EBIT enthielt in der Berichtsperiode Restrukturierungskosten in Höhe von rund USD 350 Mio. im Zusammenhang mit dem vor einem Jahr angekündigten zweijährigen 2-Mrd.-USD-Kostensenkungsprogramm (der Aufwand für das Gesamtjahr 2009 belief sich auf rund USD 520 Mio.). Der EBIT des vierten Quartals 2008 beinhaltete zudem Aufwand in Höhe von rund USD 870 Mio. für Compliance-Untersuchungen, eine Mehrwertsteuerbelastung und Restrukturierungskosten.

Bereinigt um die Restrukturierungskosten und Marktpreisanpassung von Hedging-Transaktionen lag die EBIT-Marge im Berichtsquartal bei 13,2 Prozent und damit 1,5 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresquartal, ebenfalls bereinigt um Restrukturierungskosten, die Marktpreisanpassung von Hedging-Transaktionen und andere bereits angesprochene Rückstellungsanpassungen.

Diese Verringerung spiegelt hauptsächlich Preisrückgänge und die geringere Kapazitätsauslastung wider.

EBIT und EBIT-Marge profitierten von den Kosteneinsparungen, die sich im Berichtsquartal auf über USD 500 Mio. beliefen. Im Geschäftsjahr 2009 hat das Kostensenkungsprogramm Einsparungen von über USD 1,5 Mrd. generiert.

Konzerngewinn

Der Konzerngewinn erreichte im vierten Quartal USD 540 Mio. Im Gesamtjahr 2009 belief sich die Steuerquote auf 24 Prozent. Hier machte sich insbesondere der günstige Steuereffekt aus den im dritten Quartal 2009 bekannt gegebenen Rückstellungsanpassungen bemerkbar.



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